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Wasserball: Europacup-Aus für Spandau
und Neukölln

Berlin - Der deutsche
Männer-Wasserball ist nur noch europäisches Mittelmaß. Nach Olympia-Rang 10
der Nationalmannschaft schieden am Wochenende in Spandau 04, ASC Duisburg und
SG Neukölln gleich drei der vier Clubs in den Europacup-Wettbewerben aus.
Noch dabei ist lediglich Waspo Hannover. Vor allem der Auftritt von
Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 in der 2. Qualifikationsrunde der
Euroleague war eine herbe Enttäuschung.
Schon vor dem Schlussmatch des
Turniers im ungarischen Eger gegen den slowakischen Meister Hornets Kosice am
Sonntag hatte das Aus für die Berliner festgestanden. Das 12:4 war nur noch
Ergebnis-Kosmetik. Spandau 04 verfehlte damit als Gruppen-Fünfter nicht nur
die beiden Top-Ränge für den Einzug in die Gruppenphase, sondern auch die
Plätze 3 und 4, die ein Weiterspielen in der LEN Trophy garantiert hätten. In
der Vorsaison stand Spandau in diesem Wettbewerb im Viertelfinale.
Der Pflichtsieg in der letzten Partie, in der Roger Kong anstelle von
Alexander Tchigir das Tor hütete, und Marc Politze (3), Sören Mackeben, Marko
Stamm und Erik Bukowski (je 2) am besten trafen, konnte nicht über die
Defizite hinwegtäuschen. Diese lagen bei den Niederlagen gegen
Sibenik/Kroatien (8:10), ZF Eger (7:10), Rumäniens Meister Leonardo Oradea
(6:7) und beim Remis gegen Spaniens Vizemeister CN Barcelona (7:7) vor allem
in der mangelhaften Chancenverwertung. "Nur im Vergleich mit den Besten
des Kontinents kann man reifen. Wir wollten eigentlich auch international
wieder angreifen, müssen das nun vertagen", sagte Manager Peter Röhle.
Auch
das zweite Berliner Team, die SG Neukölln, scheiterte vorzeitig. In Istanbul
verlor die Mannschaft bei ihrer siebten LEN Trophy-Teilnahme in der 1. Runde
gegen Primorje Rijeka und Gastgeber Galatasaray hoch mit 4:20 und 4:18, was
das Aus besiegelte. Am Sonntag mühte sich der Bundesliga-Fünfte zu einem
13:10-Sieg gegen Außenseiter CDU Porto. Neukölln, mit dem neuen
Trainergespann Peter Driske/Florinel Chiru und einigen personellen Problemen
am Start, hatte den Europacup-Startplatz nach dem internationalen Verzicht
der SSV Esslingen und Bayer Uerdingens übernommen.
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